Kinderzuschlag 2021 – Unterstützung für sozial schwache Familien

Kinderzuschlag 2019Sozial schwache Familien in Deutschland bekommen neben dem Kindergeld noch weitere finanzielle Unterstützung vom Staat. Sie können zusätzlich den Kinderzuschlag beantragen. Wir erklären Ihnen, unter welchen Voraussetzungen Familien mit Kindern den Kinderzuschlag 2021 in Anspruch nehmen können.

Kinderzuschlag an Kindergeldanspruch gekoppelt

Zu Beginn des Jahres 2005 wurde im Rahmen der Agenda 2010 als ergänzende Maßnahme des Hartz IV-Gesetzes auch der Kinderzuschlag nach § 6a Bundeskindergeldgesetz (BKGG) eingeführt. Dieser Kinderzuschlag soll sozial schwache Familien mit Kindern vor einem Abrutschen ins Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bewahren. Zuletzt wurde Kinderzuschlag zum 1. Januar 2021 angehoben. Seitdem können einkommensschwache Eltern bis zu 205 Euro im Monat pro Kind bekommen. Der Kinderzuschlag ist grundsätzlich an den Kindergeldanspruch gekoppelt. Das bedeutet, wenn der Anspruch auf Kindergeld im Jahr 2021 entfällt, kann man auch keinen Kinderzuschlag mehr beantragen. Während aber das Kindergeldalle Eltern, unabhängig von der Höhe ihrer Einkünfte bekommen, ist der Kinderzuschlag an bestimmte Einkommensgrenzen gekoppelt.

Wann bekommen Eltern den Kinderzuschlag?

Beim Kinderzuschlag 2021 existiert sowohl eine untere Einkommensgrenze als auch eine Höchsteinkommensgrenze. Um den Kindergeldzuschlag zu erhalten, müssen Eltern mindestens 900 Euro im Monat verdienen bzw. 600 Euro bei Alleinerziehenden verdienen. Diese untere Einkommensgrenze sorgt dafür, dass Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) grundsätzlich keinen Kinderzuschlag erhalten. Gleichzeitig darf das Bruttoeinkommen der Eltern aber auch nicht über der der Höchsteinkommensgrenze liegen, wenn Eltern Sie den Kindergeldzuschlag beantragen wollen. Für die Höchsteinkommensgrenze gibt es aber im Gegensatz zur Einkommensuntergrenze keinen festgelegten Betrag.


Höchsteinkommensgrenze beim Kinderzuschlag

Die Höchsteinkommensgrenze wird individuell für jede Familie berechnet. Dabei werden die individuelle Miete, die Heizkosten und die Bedarfssätze zum Arbeitslosengeld II, die abhängig vom Alter des Kindes sind, zugrunde gelegt. Dieses Berechnungsverfahren soll dafür sorgen, dass nur Eltern den Kindergeldzuschlag bekommen, die zwar ihren eigenen Unterhalt bewerkstelligen können, aber den zusätzlichen Bedarf eines Kindes nicht abdecken können. Wenn Sie ohne aufwendige Berechnung nachprüfen wollen, ob ihre Familie die Einkommensvoraussetzungen für den Erhalt des Kinderzuschlag 2020 erfüllt, empfehlen wir Ihnen den Kinderzuschlags-Check auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu nutzen.

Wie wird der Kinderzuschlag beantragt?

In Deutschland leben derzeit rund 800.000 Kinder, die vom Kindergeldzuschlag profitieren. Die Zahl der Anspruchsberechtigten ist aber wesentlich höher. Wenn die Eltern die Einkommensvoraussetzungen erfüllen, wird der Kindergeldzuschlag aber nicht automatisch an die bedürftigen Eltern ausgezahlt. Genauso wie beim Kindergeld muss auch beim Kinderzuschlag zunächst ein Antrag bei der Familienkasse gestellt werden. Aufgrund der bürokratischen Hürden nehmen derzeit aber nur rund 30 % der Anspruchsberechtigten den Zuschlag auch tatsächlich in Anspruch. Deshalb plant der Gesetzgeber, das Antragsverfahren zu vereinfachen. So soll in Zukunft neben einfacheren Formularen auch ein Antrag per Smartphone möglich sein. Sofern der Zuschlag bewilligt wurde, wird er am selben Tag wie das Kindergeld an die Eltern ausgezahlt. Die Termine für die Kindergeldauszahlung im Jahr 2020 können Sie auf der folgenden Seite nachlesen.



Wie viel Geld bekommen sozial schwache Familien als Unterstützung?

Der Maximalbetrag für den Kindergeldzuschlag liegt mittlerweile bei 205 Euro pro Kind im Monat. Am 21. März 2019 hat der Bundestag das Starke-Familien-Gesetz, das eine Anhebung des Kinderzuschlags vorsieht,verabschiedet. Durch dieses Gesetz stieg der Kinderzuschlag zum 1. Juli 2019 von 170 Euro im Monat auf 185 Euro im Monat. Zum 1 Januar 2021 wurde der nochamls um 20 Euro auf jetzt 205 Euro im Monat  angehobe. Hierbei handelt es sich um den Maximalbetrag, den sozial schwache Familien pro Kind im Monat als Unterstützung erhalten können. Es kann auch vorkommen, dass nur der anteilige Zuschlag ausgezahlt wird. Falls die Bemessungsgrundlage überschritten wird, wird der Kindergeldzuschlag entsprechend gekürzt und nur noch anteilig für jedes Kind an die Eltern ausgezahlt. Sofern das Kind eigenes Einkommen hat oder Leistungen wie Unterhalt oder Waisenrente erhält, führt dies auch zur einer entsprechenden Kürzung der Kinderzuschlags.